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vorhergehendes Ereignis

Bildung einer eigenen Kirchgemeinde

1505

In den Jahren 1504 und 1505 bauten die Lenker ihre eigene Kirche, lösten sich von St. Stephan und bildeten eine eigene Kirchgemeinde, was auf eine ziemliches Anwachsen der Bevölkerung schliessen lässt. Kardinal Matthäus Schiner soll die Lenker Kirche geweiht haben.
Unter dem Einfluss des Castlans Anton Bütschelbach in Blankenburg und des Leutpriesters Ulrich Ubert von Zweisimmen leisteten die Obersimmentaler und nicht zuletzt die Lenker zur Einführung der Reformation heftigen Widerstand. Im Obersimmental und besonders an der Lenk wirkte der rege Säumerverkehr vom Wallis über den Rawil für den neuen Glauben hemmend, denn die katholischen Wallisersäumer bestärkten die Altgesinnten diesseits des Rawil in ihrem Glauben. Im Oktober 1528 schrieben die Obersimmentaler an Bern, sie dürfen das Neue nicht annehmen (sunder die von Wallis dick und schwer geräst, uff die unsern zu züchen).
Die guten Beziehungen der Lenker mit den Wallisern jenseits des Rawilpasses verwandelten sich denn auch in Feindschaften, als die Lenker 1529 die Reformation doch annahmen. 1522 übergaben die Lenker ihre Kirche samt Pfarrhaus der bernischen Regierung. Wahl und Besoldung der Pfarrei wurde vom Rat Bern übernommen, und die Leute an der Lenk schickten sich in den neuen Glauben. Es kam aber vor, dass Walliser, die über den Rawil an die Lenk kamen, hier die Neugesinnten belästigten, und Bern schrieb deshalb im Juni 1529 an die Oberländer: Wir züchen dieser Stund mit Panner us, habend aber etlich, so an Wallisland stossend, diesmal rüwig gelassen, die söllend anheimisch bliben, gut sorg haben, grüsst sin und warten, was nodt es da obentäten, sich in die gegenwehr stellen uns unseres bescheides erwarten.
Im gleichen Jahr wollten die Lenker einen neugesinnten Pfarrer vertreiben. Der Rat von Bern schrieb ihnen "Herrn Plötschen on verchulden nit ab der pfrund zu wysen".
In dieser Zeit wanderten etliche Bürger aus der Lenk ins Wallis aus oder nach dem damals noch katholischen Saanen. Doch auch das Gegenteil kam vor. So übersiedelten Neugesinnte aus dem katholischen Jaun nach Lenk und St. Stephan.

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