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Mitteilungen aus der Schwellenkorporation

Massnahmen bei der zerstörten Schwappschwelle im Rezliberg

Die Arbeiten im Rezliberg an der beim Gletscherseeausbruch am 27. Juli 2018 beschädigten Schwappsperre haben begonnen. Zweck dieser Schwappschwelle war früher vor allem der Hochwasserschutz in der Talsohle durch den Rückhalt von Geschiebe. Mit dem besseren Ausbau des Simmenkanals und dem Bau des Geschiebesammlers Oberried hat sich die Bedeutung der Sperre geändert. Es ist nach Ansicht der Experten wenig wahrscheinlich, dass bei einem erneuten Abfluss wie im Sommer 2018 nochmals ähnlich viel Material mobilisiert wird. Aus Zeitgründen und wegen der erschwerten Zufahrt wurde eine möglichst schlanke Möglichkeit gesucht, um eine weitere Erosion im Rezliberg zu verhindern. Die Schwellenkorporation und die beigezogenen Fachstellen haben sich entschieden, eine sogenannte MEL-Schwelle zu erstellen (MEL=Minimum Energy Loss). Damit wird die Sperre im heutigen Zustand gesichert jedoch ist die Möglichkeit vorhanden, das Bauwerk falls nötig wieder auf die alte Höhe anzuheben. Die gewählte MEL-Form erzeugt eine Strömungskonzentration in der Bachmitte, wobei die Ufer durch langsam drehende Gegenwirbel entlastet werden. Die Prozesse auf dem Gletscher sind heute noch zu wenig bekannt und es kann derzeit nicht abgeschätzt werden, welche künftigen Ereignisse erfolgen. Das Bauwerk wurde deshalb auf den Hochwasserabfluss 2018 + 30 % ausgelegt. Die Bauzeit wird auf rund 5-7 Wochen geschätzt.

Massnahmen Abflusskanal unterhalb Barbara-Brücke

Bei der Barbarabrücke wird die Simme in den künstlich geschaffenen Felskanal zu den Simmenfällen geleitet. Bei Hochwasser schwappt ein Teil des Abflusses in den alten Simmenlauf. Das System hat sich in der Vergangenheit wie auch beim Ereignis vom Juli 2018 gut bewährt. Die Wassermassen aus dem Gletscherseeausbruch haben jedoch zu einem lokalen Bruch der Ufermauer im Simmekanal sowie zu starken Erosionen im alten Simmenlauf geführt.

Im Simmekanal soll die Ufersicherung mit einer Blocksteinmauer mit einem massiven Betonkern Abhilfe schaffen. Nach wie vor soll so viel Wasser als möglich durch den Kanal (d.h. den eigentlichen Simmenfall) fliessen, da auf dessen fester Felsensohle weniger Schäden zu erwarten sind.

Gute Ergebnisse mit der mobilen Trichterbuhne im Dorfbereich

Nachdem sich die rund 1.5 Meter dicke Geschiebeschicht auf dem Grund des Simme-Kanals im Dorf nicht selbst abgetragen hatte, wurde eine mobile Trichterbuhne aus Stahl eingesetzt. Diese hat durch die verursachte Verwirbelung den Geschiebetransport so angeregt, dass nun auf dem grössten Teil der Strecke im Dorf der Holzboden wieder zum Vorschein gekommen ist. Die Konstruktion soll auch im Bereich oberhalb des Holzbodens erprobt werden. Ziel ist, die Ablagerungen soweit auszuräumen, dass bei künftigen Hochwassern wieder die volle Abflusskapazität der Simme genutzt werden kann.

 

Diese Sofortmassnahmen werden durch die einheimischen Firmen Banholzer Bau AG, Alain Grossenbacher, Freidig Bau+Transporte AG und die Schwellenequipe ausgeführt. Planung und Bauleitung erfolgen durch die Theiler Ingenieure AG Zweisimmen.

 

 

 



Datum der Neuigkeit 22. Okt. 2018


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